Nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der global steigende Ausstoß von Treibhausgasen ursächlich für den vom Menschen verursachten Klimawandel. Vor diesem Hintergrund sollten Treibhausgas- bzw. CO2-Emissionen – wo immer möglich – bereits im Ansatz vermieden beziehungsweise reduziert werden. Diese Emissionsreduzierung ist jedoch nicht in allen Fällen realisierbar oder sinnvoll. Deshalb wurde der Mechanismus der Klimaneutralität eingeführt, um auch bei unvermeidbaren Emissionen, z.B. durch Produktionsprozesse, eine Handlungsmöglichkeit im Klimaschutz zu haben.
Die Grundidee der Klimaneutralität. Klimaneutralität bedeutet den Ausgleich von entstandenen Emissionen, also die Neutralisierung durch die Einsparung der gleichen Menge an anderer Stelle. Dies ist möglich, da Treibhausgase eine globale Schädigungswirkung haben. Für den Klimaschutz ist es daher irrelevant, an welchem Ort Emissionen entstehen und an welchem Ort sie vermieden werden. Das bedeutet: Emissionen von Treibhausgasen an Ort A können durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen an Ort B neutralisiert werden. Die Umsetzung klimaneutraler Aktivitäten geschieht durch den Ankauf und die Löschung/Stilllegung von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungszertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten. Damit kann also jede Drucksache klimaneutral sein, wenn die durch die Herstellung und Vertrieb entstandendenen CO2-Emissionen ausgeglichen werden.
Klimaneutralität ist anerkannt Der Mechanismus der Klimaneutralität ist weltweit anerkannt und wird nicht nur von staatlichen Institutionen (wie z.B. EU-Ratspräsidentschaft von Großbritannien) sondern auch von globalen Organisationen (z.B. Fifa, IOC u.a.) als Möglichkeit genutzt, sich aktiv im Klimaschutz zu engagieren.
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